Von alledem erfährt der Leser von Ulrich Fellmeths Buch, dessen schöner Titel einem dem Kaiser Vespasian in den Mund gelegten Zitat („Geld stinkt nicht“) entlehnt ist, nur am Rande. Ganz pragmatisch möchte Fellmeth sein Publikum anhand von Quellen an einige ausgewählte Bereiche antiken Wirtschaftens heranführen, von Odysseus bis zur Spätantike, von der Landwirtschaft bis zum Bankwesen – und damit den Nachweis führen, dass Menschen im Altertum sich sehr wohl immer wieder auch von ökonomisch-zweckrationalem Kalkül leiten ließen.
Es entsteht so ein plasti-sches Panorama ökonomischen Handelns bei Griechen und Römern. Seinem Ziel, einen Gegenentwurf zum seiner Meinung nach vorherrschenden „primitivistischen“ Deutungsansatz zu präsentieren, wird der Autor, auf knappem Raum und unter fast gänzlichem Verzicht auf Nachweise, allerdings nicht ganz gerecht
Rezension: Sommer, Michael





