Die recht anspruchsvollen Autorentexte reflektieren über die Rolle, die (reale wie imaginierte) Tiere in der mittelalterlichen Kunst auf symbolischer Ebene ebenso wie in der damaligen Lebenswelt spielten, streifen tierethische Fragen und weisen immer wieder auf die große Differenz hin, die mittelalterliche und zeitgenössische Mensch-Tier-Verhältnisse voneinander trennen. Daneben enthält das großformatige Buch zahlreiche ebenso hervorragend gemachte wie reproduzierte Fotografien der besprochenen Objekte, die der Fotograf und Ausstellungsmacher Stephan Kube angefertigt hat. Nach der Lektüre wird man beim nächsten Museumsbesuch wohl sofort nach dargestellten Tieren Ausschau halten und diese besser einzuordnen wissen.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Thomas Ruster/Simone Horstmann/Gregor Taxacher
Krallen Federn Drachenblut
Tiere in der Kunst des Mittelalters
Greven Verlag, Köln 2025, 159 Seiten, € 40,–





