Es waren nun die einstigen Alliierten Sparta und Athen, die sich im Peloponnesischen Krieg mit Hilfe ihrer jeweiligen Bündnispartner gegenseitig zerfleischten. Eine entscheidende Wende in dieser Auseinandersetzung bahnte sich im Jahr 408 v. Chr. an, als es dem spartanischen Feldherrn Lysander gelang, mit dem persischen Königssohn Kyros Freundschaft zu schließen.
Nicht zuletzt dank dieser Beziehung, aber auch, weil der Großkönig es für politisch opportun hielt, griff der junge Prinz Sparta finanziell kräftig unter die Arme. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Lysander besiegte eine athenische Flotte. Die Mittel für den Aufbau der siegreichen spartanischen Armada sowie der Sold der Matrosen flossen aus persischen Goldtruhen.
Nach Lysanders turnusgemäßer Ablösung durch den weniger erfolgreichen General Kallikrates erreichte Kyros es sogar, dass Letzterer bald abgesetzt und Lysander als Berater einem neuen Flottenkommandeur zur Seite gestellt wurde.
Dieser Schachzug der Perser besiegelte Athens endgültige Niederlage. Kallikrates ließ seiner ganzen Verachtung freien Lauf und meinte, die „erbärmlichsten Menschen“ seien die Hellenen, „dass sie den Barbaren um des Geldes willen den Hof machten“.





