Laura wurde ihm zur Muse und Inspiration und sollte ihm zum erhofften Dichterruhm verhelfen, der durch den Lorbeer (laurus) versinnbildlicht wird und den er später tatsächlich errang. Alles nur Poesie und Wortspiel, oder gab es die Dame wirklich? Immerhin glaubt man, seine „Laura“ identifiziert zu haben. Es war wohl die damals jung vermählte Laura de Noves, die 1325 mit 15 Jahren den Grafen Hugues II. de Sade geheiratet hatte. Elf Kinder gebar sie ihrem Gemahl, und als sie 1348 ein Opfer der Pest wurde, vergoss Petrarca bittere Tränen: Der Welt sei das Licht genommen worden, dichtete er. Er hatte seine Muse verloren.





