Der Brückenschlag zur Piraterie ist nicht leicht, denn die Seeräuber selbst hinterließen keine schriftlichen Quellen. Die Rede ist von ihnen aber schon in der griechischen Mythologie. Später wurden Einzelpersonen, aber auch politische Konkurrenten – wie etwa die Phönizier – als Piraten bezeichnet. Ein Weg der Annäherung sind Biographien: 20 Personen, die mit Seehandel und Piraterie in Verbindung stehen, erzählen in der Schau ihre Geschichte. Gezeigt werden zudem Vasen und Schiffsmodelle, aus Schiffswracks geborgene Waffen, ein originaler Rammsporn, der wahrscheinlich 241 v. Chr. beim Ersten Punischen Krieg zum Einsatz kam, dazu Luxusgüter wie Schmuck und Münzen, die die Räuber lockten. Das Begleitbuch zur Schau ist im Konrad Theiss Verlag, Darmstadt, erschienen.





