Kommunistische Ideen wollte man vermitteln. Zumeist in Arbeitervierteln spielte man Stücke etwa von Maxim Gorki oder Upton Sinclair, im „Geruch von abgestandenem Bier und Herrentoilette“. Arbeitslose (und damit fast alle Besucher) erhielten freien Eintritt – die Folge war chronischer Geldmangel. Auch deshalb gab es kaum Requisiten und Kostüme, die Laienschauspieler erhielten keine Gage. Zwar war das „Proletarische Theater“ schon im Frühjahr 1921 wieder von der Bildfläche verschwunden: Der sozialdemokratische Polizeipräsident verweigerte der „Bühne der revolutionären Arbeiter Groß-Berlins“ die erneute Konzession; doch Piscator blieb weiter einflußreich: An seiner späteren „Piscatorbühne“ in Berlin arbeitete als Dramaturg auch Bertolt Brecht.





