Das DigiPEER-Projekt ist ein interdisziplinäres Projekt im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft. Es vereint einen Teil der Bestände der Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau und Planungsgeschichte der DDR des IRS mit den Archiven des Deutschen Museums München, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven. Insgesamt wurden mehr als 20.000 großformatige Quellen berührungs- und verzerrungsfrei gescannt und in einer gemeinsamen Datenbank archiviert. Diese Datenbank erlaubt das schnelle Suchen durch umfangreiche Indizierungen, das visuelle Suchen mit Vorschaubildern und das Herstellen von Querverbindungen zu anderen Dokumenten. „Ein einzelner Plan erklärt sich nie von alleine, er wird erst zu einer wertvollen Informationsquelle, wenn man ihn zu anderen Plänen oder Dokumenten in Beziehung setzt“, erklärt Dr. Andreas Butter, Architekturhistoriker am IRS. „Diese Quellenvernetzung ist durch die DigiPEER-Datenbank auf einer neuen Stufe angekommen und bietet Historikern und Wissenschaftlern der jeweiligen Fachgebiete viele neue Möglichkeiten der raumbezogenen Forschung.“ Das Projekt hatte eine Laufzeit von drei Jahren und wurde am 27. und 28. November mit einer Fachkonferenz in München abgeschlossen.
Einen tiefen Einblick in die Potenziale für die Forschung bietet die neueste Ausgabe des Magazins „IRS aktuell“. Im Artikel „DigiPEER im Einsatz – Digitalisierung und Erschließung eines Plans des Potsdamer Zentrums“ erläutern Andreas Butter und Jan Zwilling, wie die unterschiedlichen Raumbezüge des Plans digital aufgelöst werden können und wie die Indizierung und Vernetzung die komplexe Entstehungsgeschichte im Jahr 1970 beleuchtet. Die Ausgabe erscheint Mitte Dezember, der Beitrag ist vorab als pdf-Datei angehängt.
Die Datenbank wird derzeit den digitalisierten Plänen gefüllt und steht im Internet (http://www.digipeer.de/index.php?sf=1) zur Recherche bereit.





