Der Wahl folgte indes eine schwerwiegende Entscheidung: Die Alliierten beschlossen im Oktober 1921 die Teilung Oberschlesiens nach Maßgabe des Wahl‧ergebnisses. Diese Option sah der Versailler Vertrag zwar durchaus vor, jedoch führte sie zu heftiger Kritik auf deutscher Seite. Denn mit Ostschlesien fielen auch die wichtigen Steinkohlereviere bei Kattowitz an Polen. Aus Protest trat die Regierung unter Reichskanzler Joseph Wirth zurück. Die „Deutsche Demokratische Partei“ (DDP) brachte ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck, indem sie sich der erneuten Regierungsbildung komplett verweigerte. Keine Regierung der Weimarer Republik erkannte die neue Ostgrenze an. Doch trotz der auf beiden Seiten herrschenden Ressentiments brachten Deutschland und Polen schließlich ein Abkommen zustande, das die Folgen der Teilung für die Bevölkerung erträglich machen sollte.





