Porzellan wurde für sämtliche Lebenslagen verwendet, wie die Ausstellung zeigt: Trinkgefäße für Schokolade, Tee oder Kaffee wurden ebenso aus dem Weißen Gold hergestellt wie ein Bourdalou, ein mobiles Urinal für die Dame von Welt, oder eine 70 Zentimeter hohe Tischfontäne, die den Gästen zum Händewaschen dienen sollte.
Eine Rarität ist das ausgestellte chinesische Schachspiel, in dem statt König und Dame der Kaiser von China mit Mandarinen, Kriegselefanten und Streitwagen zum Einsatz kommen. Ob das Spiel allerdings dem Zeitvertreib diente oder lediglich das Prestige des Besitzers mehren sollte, bleibt heute offen.
Dem Betrachter öffnet sich damit ein Einblick in die ungeheure Kreativität dieser Schaffensperiode. Völlig neue Geschirrformen wurden entworfen, die sowohl ästhetischen als auch funktionalen Ansprüchen genügen mussten. Auffälligstes Merkmal dieser Zeit ist allerdings die immense Vielfalt an Dekoren, Formen und Figuren, die sich in Vasen, Tischbrunnen, Tafelaufsätzen, Schaugerichten und Tierplastiken widerspiegelt.
Auch das Titelthema der Maihefts von DAMALS beschäftigt sich mit der Geschiochte des „Weißen Goldes“ .





