Max Baur gilt als der bedeutendste Potsdam-Fotograf des 20. Jahrhunderts. Mit seinen 1934 bis 1946 entstandenen Fotografien ist es ihm gelungen, die Atmosphäre von Schloss und Park Sanssouci in beeindruckender Präzision und meisterlicher Sensibilität zu interpretieren. Dadurch ermöglichte er auch einen Einblick in die Entwicklung der Schlösser und Gärten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Stark durch die Avantgarde und das Bauhaus beeinflusst, entwickelte er in seiner künstlerischen Arbeit ebenso wie in der Auftragsfotografie einen eigenen Stil, der die formalen Ausdrucksmittel heutiger Fotografen vorwegnimmt. Baur wandte sich verschiedenen Genres zu, befasste sich aber besonders mit Architektur- und Industriefotografie, Sachfotografie sowie Landschaftsaufnahmen.
Der besondere Reiz seiner Arbeiten liegt – neben deren außergewöhnlicher Qualität – darin, dass er sich auch versteckten Partien und ungewöhnlichen Details widmete. Die Ausstellung in den Römischen Bädern präsentiert rund 70 Vintage-Fotografien aus dem Nachlass Max Baurs sowie Leihgaben privater Sammler.





