Sie wurde in den nächsten zwei Jahren in etwa 30 Städten im Deutschen Reich, in der Türkei sowie in Posen gezeigt. Entworfen hatte die Schau das Preußische Kriegsministerium gemeinsam mit dem Zentralkomitee der Rotkreuz-Gemeinschaften (der Organisationen vor der Gründung des Deutschen Roten Kreuzes 1921). Im zweiten Kriegsjahr war die deutsche Bevölkerung zunehmend kriegsmüde geworden. Zu lange dauerte der zunächst kurz geglaubte Krieg bereits, und zu schmerzhaft waren die Verluste. Mit der Kriegs‧propa‧ganda der Ausstellung sollte der Durchhaltewillen der Deutschen gestärkt, das Band zwischen Heimat und Front enger geknüpft und nicht zuletzt der Hass gegen den Feind geschürt werden. Die Wanderausstellung war ein voller Erfolg. Allein in Berlin strömten fast eine halbe Million Besucher in die Ausstellungshallen am Zoologischen Garten. Attraktiv fanden die Besucher unter anderem die „Mitmach-Elemente“: Sie konnten etwa einen Musterschützengraben durchlaufen. Der für die Kriegsfür‧sorge bestimmte Erlös belief sich auf 95 000 Reichsmark.





