Dieses Dokument, dass das Unfassbare in dürrem Amtsdeutsch mitteilt, findet sich in der auf 16 Bände konzipierten Reihe „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das national‧sozialistische Deutschland 1933–1945“. Jüngst erschien der vierte Band, von Bert Hoppe und Hildrun Glass bearbeitet (Band 7/1, München 2011). Die Dokumente, alle bis 1945 entstanden, werden chrono‧logisch präsentiert. So stehen in verstörender Mischung NS-Befehle neben Briefen verfolgter Juden, Zeitungsartikel neben Gesandtenberichten. Dieses widersprüchliche Nebeneinander der Texte, so die Herausgeber um Ulrich Herbert, entspreche eher der zeitgenössischen Wahrnehmung als ein nachträglich geordneter Aufbau. Die profunde Einleitung bietet einen umfassenden Kontext zum Verständnis der Texte.





