So verband die drei Künstler aus ganz unterschiedlichen Kunstepochen die expressive Farbgestaltung, das Interesse an atmosphärischen Effekten, das Arbeiten in Serien und die Beschäftigung mit existentiellen Themen wie Vergänglichkeit und Tod. Jeder der drei forderte auf radikale Weise die Tradition heraus, Fragen der Vollendung und der Erhaltung des spontanen Ausdrucks beschäftigten alle.
Turner, der vor allem Landschaften malte, beeinflusste mit seiner atmosphärischen Malerei und abstrakten Bildsprache den Impressionisten Monet: dieser setzte die Motive des Vorläufers der Abstraktion in Serien mit unterschiedlichen Lichtstimmungen um. Der Amerikaner Twombly, der lange in Italien lebte, teilt mit Turner thematisch das Interesse an der italienischen Landschaft und seinen Bezug auf die Antike und die Mythologie. Mit Monet verbindet Twombly vor allem der sinnliche und gestisch freie Farbauftrag. Der wichtige Vertreter des Abstrakten Expressionismus entwickelte die poetische Bildsprache in seinen monumentalen Gemälden weiter.
In mehreren Ausstellungsräumen sind die Werke in verschiedene Themenbereiche zusammengefasst, die formale und motivische Korrespondenzen zeigen: „Atmosphäre“, „Feuer und Wasser“, „Eine schwebende Welt“, „Süßeste Lust Melancholie“, „Vier Jahreszeiten“, „Die Lebenskraft“ und „Schönheit, Kraft und Raum“. Auch Skulpturen von Twombly sind ausgestellt. Ein Film zur Ausstellung wird ganztägig vorgeführt.





