Das Museum beleuchtet dabei auch die Anfänge der RAF, die 1970 mit der gewaltsamen Befreiung Andreas Baaders entstand. Auch andere Eskalationen der Gewalt spielen dabei eine Rolle: So die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 und der Mordanschlag auf den Studentenführer Rudi Dutschke am 11. April 1968. Einige noch nie veröffentlichte Filmausschnitte, Fotografien und zeitgenössische Flugschriften veranschaulichen zudem Szenen der Gewalt in West-Berlin von 1967 bis 1970.
Der Schwerpunkt der RAF-Anschläge in der Bundesrepublik lag vor allem auf dem Südwesten: Im Visier der Terroristen befanden sich unter anderem die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und das Hauptquartier der US-Armee in Heidelberg.
Von Gewalttaten und Aufrufen zur Gewalt zeugen auch neu hinzugekommene Objekte, Dokumente und Zeitzeugeninterviews. Die Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer 1977 sowie die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“, bei deren Befreiung die neu gegründete Anti-Terroreinheit GSG9 zum Einsatz kam, markierten den Höhepunkt der linksradikalen Gewalt.
Die Ausstellung „RAF – Terroristische Gewalt“ im Deutschen Historischen Museum kann noch bis zum 8. März 2015 besichtigt werden.





