Kurfürst Karl Theodor gab den Anstoß. Auf seine Anordnung hin begann man 1790/91, die Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren niederzureißen. Es folgte die Schleifung der Wallbefestigung und die Einebnung des Grabens. Ziel war es, den als einengend empfundenen mittelalterlichen Ring zu sprengen, um Platz zu schaffen für ein neues, großzügiger gestaltetes München. Noch konturierter wurden die Pläne, nachdem München 1806 Hauptstadt des neu geschaffenen Königreichs Bayern geworden war. Ludwig I., Regent seit 1825, wird mit folgender Ambition für die Residenzstadt zitiert: „Ich werde nicht ruhen, bis München aussieht wie Athen.“ Unter dem klassizistischen Architekten Leo von Klenze (1784 –1864) entstanden in rascher Folge repräsentative Bauwerke wie etwa die Glyptothek, das Nationaltheater oder die Pinakothek, die in Ausführung und Ästhetik dem Formenkanon der klassischen Antike verpflichtet sind.





