Weiter im Norden sah man sich im Recht. Am 12. April 1911 kam es in der Region um Reims zu massiven Protesten der Weinbauern gegen die Ausweitung des Anbaugebiets. Die Regierung in Paris sah sich gezwungen, die Produktionsstätten militärisch zu schützen. Bei den Krawallen entstand großer materieller Schaden, und Tausende Liter erstklassigen Weins flossen in die Kanalisation, Menschen kamen aber kaum zu Schaden. Die Lage beruhigte sich erst wieder durch einen Kompromiss: Der Schaumwein aus Aube sollte fortan als „Champagner deuxième zone“ gelten. Die stetige Nachfrage nach Champagner führte 1927 jedoch dazu, den terroir, das Anbaugebiet, neu zu fassen und durch wei‧tere Flächen im Süden zu ergänzen.





