Kurt Eisner engagierte sich in den 1880er und 90er Jahren zunehmend für die Belange der Arbeiterschaft und wandte sich der Sozialdemokratie zu, stand aber mit seinen Ideen vom „demokratischen Sozialismus” des Öfteren im Widerstreit mit der Parteiführung. Als Kriegsgegner wurde er 1917 Mitglied der USPD und organisierte 1918 den Januar-Streik der Münchner Rüstungsbetriebe. Inzwischen von der Notwendigkeit eines radikalen Umsturzes überzeugt, proklamierte Eisner am 8. November 1918 die bayerische Republik und wurde ihr erster Ministerpräsident, verlor jedoch die folgende Landtagswahl. Kurz danach wurde er von dem nationalistischen Grafen von Arco erschossen.





