Es muss Wilhelm II. erstaunt haben, wie einmütig und unverhohlen in einer Reichstagsdebatte am 15. und 16. Februar 1904 die kaiserliche Kunstpolitik missbilligt wurde. „Die große, moderne internationale Bewegung“, so etwa ein Abgeordneter, ließe sich nicht kommandieren „wie ein Regiment Gardegrenadiere“. Die deutsche Kultur und Kunst solle sich im Ausland nicht als rückständig erweisen. Für eine starke deutsche Präsenz sei die Teilnahme aller Richtungen der deutschen Kunst erforderlich.
Trotzdem konnten die Parlamentarier nichts ausrichten. Im deutschen Pavillon in St. Louis, einer Nachbildung des Charlottenburger Schlosses, waren keine Gemälde der Secession zu sehen.





