Die Anlage misst 32,5 mal 40 Meter und ist sehr gut erhalten. Die Bauweise ist von kampanischen Beispielen inspiriert, etwa von den Bädern von Pompeji. Drei parallele Räume für die Kalt- und Warmbadebecken sowie der Ofen für die Warmluft, die das Caledarium beheizte, sind zu erkennen. Als Hadrian Sagalassos zum Zentrum für den kaiserlichen Kult der ganzen Region machte, wurden die alten Badeanlagen zu klein und durch die kaiserlichen Bäder überbaut. Das blühende Sagalassos wurde nach einem verheerenden Erdbeben im 7. Jahrhundert aufgegeben.
Waelkens gräbt bereits seit 20 Jahren in Sagalassos. Es konnten bisher unter anderem die Überreste einer monumentalen Brunnenanlage, einer großen Bibliothek, eines Tempels, einer Prachtstraße und zweier Agoren freigelegt werden. 2008 fand man die Überreste einer kolossalen Statue des Kaisers Marc Aurel.





