Zwar haben die Römer viele Konzepte nicht selbst erfunden, sondern von früheren Kulturen, wie den Griechen, übernommen. Doch es gelang ihnen, diese Techniken so weiterzuentwickeln und zu optimieren, dass sie in der antiken Welt und auch Jahrhunderte danach nicht übertroffen wurden. Noch heute zeugen Bauwerke in ganz Europa, im nördlichen Afrika und im mittleren Osten von der römischen Baukunst. Kilometerlange schnurgerade Straßen, Wälle und Mauern, erhaltene mehrstöckige Brücken und Wasserleitungen von bis zu über 100 Kilometern Länge, Kuppelbauten sowie gigantische Ruinen von Basiliken und Thermen mit Fußbodenheizungen rufen Ehrfurcht, aber auch Fragen hervor. Wie haben die Ingenieure der Antike diese Bauwerke ohne Taschenrechner und Betonmischer geplant und ausgeführt?
Fragen wie diese stehen in der Ausstellung im Vordergrund. Die Funktion römischer Maschinen und Messtechnik, aber auch das Reisen und die Kommunikation, werden anhand von Originalen und mit Hilfe von Filmen und Computeranimationen veranschaulicht. An 33 Mitmachstationen können die Besucher selbst Hand anlegen und Städte planen, Wasserhebemechaniken und Lastenkräne ausprobieren, Brücken bauen und mit einem Katapult schießen.





