Die monumentale, zwei Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Kaiserstatue aus dem Milet-Saal des Pergamonmuseums ist in den vergangenen Monaten in den Restaurierungswerkstätten in Berlin in ihre Einzelteile zerlegt, gereinigt und durch wieder aufgefundene Originalfragmente sowie bildhauerische Neuanfertigungen ergänzt worden. Jetzt ziert sie das Foyer des Kulturhistorischen Museums Magdeburg. Dort soll sie nun in neuem Glanz ab dem 27. August 2012 die Besucher auf die große Schau zum Kaisertum einstimmen.
„Es ist für uns eine Sensation“, freut sich Prof. Dr. Matthias Puhle, Leitender Direktor der Magdeburger Museen, „dass wir diese besondere antike Kaiserstatue in unserer Ausstellung zeigen können – noch dazu in ihrem neuen Erscheinungsbild.“ Die imposante Marmorstatue ist in doppelter Weise kaiserlich: Sie zeigt vermutlich den römischen Kaiser Claudius aus dem 1. Jh. n. Chr. mit neuzeitlich aufgesetztem Kopf des Kaisers Trajan aus dem frühen 2. Jh. n. Chr. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen hatte die Statue 1790 in Rom erworben und im Vestibül von Schloss Sanssouci in Potsdam aufstellen lassen, bevor sie 1830 in das Alte Museum in Berlin gelangte. Seit 1930 steht sie prominent im Miletsaal des Pergamonmuseums, zwischen dem Markttor von Milet und den Altarhofsäulen des Jupiterheiligtums von Baalbek.
DAMALS begleitet die Ausstellung in Magdeburg mit einem Titelthema im September-Heft 2012: „Kaisertum. Traum vom grenzenlosen Imperium“. Erstverkaufstag ist der 16. August 2012.





