Kaum in Amt und Würden, reizte Elagabal die römische Stadtgesellschaft, wo er nur konnte, etwa indem er seinen orientalischen Gott an die Spitze der römischen Götterwelt stellte. Außerdem gab er sich – selbst für römische Verhältnisse – bizarren sexuellen Ausschweifungen hin. Die Frauen erkannten die Gefahr einer Revolte und verlangten von Elagabal, dass er seinen 13-jährigen Vetter unter dem Namen Severus Alexander adoptierte und zu seinem Mitregenten ernannte. Notgedrungen tat Elagabal beides im Juni 221.
Wie zu erwarten war, erschien der alternative Kandidat seiner Umgebung geeigneter. Elagabals Tante Julia Mamaea stachelte die Prätorianer dazu auf, sich ihres unberechenbaren Herrn zu entledigen. Im Frühjahr nach seiner Adoption wurde Alexander, nun angeblich ebenso ein uneheliches Kind Caracallas, Herrscher über Rom.





