Wir schreiben das Jahr 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein …“ Diese Sätze kennt seit 50 Jahren jedes Kind – jedenfalls jedes, das das Glück hat, mit Asterix und Obelix aufzuwachsen, den von René Goscinny und Albert Uderzo 1959 erschaffenen gallischen Helden. Gallien, das war das Land links des Rheins, größtenteils identisch mit dem heutigen Frankreich, dessen Norden der Triumvir Gaius Julius Caesar tatsächlich zwischen 58 und 50 v. Chr. in einem blutigen, immer wieder in schaurigen Schlachten und Massakern eskalierenden Krieg eroberte.
Rechts des Rheins tat sich eine weite, bewaldete Ödnis auf, in der vermeintliche Halbwilde ihr Unwesen trieben, die angeblich die Barbarei der Gallier noch weit in den Schatten stellten. Von hier drohte dem römischen Gallien beständig Ungemach, zumal der Suebenfürst Ariovist bereits im Vorfeld von Caesars Intervention mit seinen Mannen das Kräfteverhältnis zwischen den gallischen Stämmen ins Ungleichgewicht gebracht hatte. Es war also nur konsequent, dass Caesar Flagge zeigte und gleich zweimal, 55 und 53 v. Chr., Pionierbrücken über den Rhein schlagen ließ. Durch diese Demonstration des technologischen Könnens seiner Soldaten wollte er die finsteren Gesellen jenseits des großen Flusses von weiteren Abenteuern im römischen Gallien abhalten. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 6/2015.
Prof. Dr. Michael Sommer





