Einst war Rudolf, Herzog von Schwaben, einer der wichtigsten Gefolgsleute des Saliers Heinrich IV. gewesen. Doch Heinrichs geradezu „absolutistischer“ Herrschaftsstil hatte bei Rudolf und vielen anderen Fürsten des Reichs für große Empörung gesorgt. Außerdem hatte er das Reich in einen blutigen Krieg gegen die Sachsen geführt, den viele Tausende mit dem Leben bezahlen mußten. Ein solcher Tyrann, so glaubte man, war kein König mehr und hatte alle Ansprüche auf die Herrschaft verwirkt! In einer Fürstenversammlung zu Forchheim 1077 wurde Heinrich IV. daher feierlich für abgesetzt erklärt und an seiner Stelle Rudolf von Rheinfelden zum König gewählt. Mehrmals trafen die beiden Kontrahenten mit ihren Heeren in den Folgejahren aufeinander, zwei Schlachten bei Mellrichstadt und Flarchheim konnte Rudolf für sich entscheiden. Doch in der Schacht an der Elster verließ ihn das Glück: Im Kampf wurde ihm die rechte Hand abgeschlagen, zudem wurde er am Unterleib verletzt. Am 15. Oktober 1080 erlag der Gegenkönig in Merseburg seinen Verwundungen.





