Die Stadt kann zurecht in einem Atemzug mit Pergamon, Ephesos oder Aphrodisias genannt werden. Gefördert von den römischen Machthabern – insbesondere von Kaiser Hadrian –, erlebte Sagalassos eine urbane Blüte, die noch heute vor Ort in monumentalen Bauresten, Skulpturen und Inschriften erkennbar ist.
Durch die abgelegene Lage hoch in den Bergen und eine meterdicke Erosionsschicht blieben die Überreste der Stadt von Plünderungen verschont. Anfang der 1990er Jahre begann ein Forschungsteam der Katholischen Universität Leuven (Belgien) unter der Leitung von Professor Marc Waelkens mit der systematischen Erforschung. Die Ergebnisse der Arbeiten werden noch bis zum 17. Juni 2012 im Gallo-Romeins Museum in Tongeren (Belgien) präsentiert.
Der deutschsprachige Begleitband zu den Ausgrabungen in Sagalassos ist jetzt im Kölner Wienand Verlag erschienen. Der reich bebilderte Band zeichnet erstmals die komplette kulturelle, architektonische und künstlerische Entwicklung dieser römischen Metropole nach, eingebettet in die politischen Verhältnisse der Zeit. Hervorzuheben ist die hervorragende Qualität der Abbildungen, vor allem die großformatigen Wiedergaben der Funde sind eine wahre Augenweide.
http://www.sagalassos.be http://www.wienand-verlag.de http://www.galloromeinsmuseum.be
Marc Waelkens/Jeroen Poblome/Patrick de Rynck (Hrsg.), Sagalassos. Eine römische Stadt in der Westtürkei, Wienand Verlag, Köln 2011.





