Mehr als 500 Jahre lang war die Verbotene Stadt in Peking der Sitz der Kaiser von China. 1925 wurde sie von der Nationalregierung zum Palastmuseum erklärt. Im selben Jahr begann man mit der Inventarisierung der rund 1,8 Millionen Kunstschätze und machte sie dem Volk zugänglich. Seit 1987 zählt die Verbotene Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln ermöglicht nun auch Besuchern in Deutschland einen Einblick in den „Palast der Himmelssöhne“. In der Ausstellung „Glanz der Kaiser von China: Kunst und Leben in der Verbotenen Stadt“ können Interessierte vom 20. Oktober 2012 bis zum 20. Januar 2013 Zeremonialgewänder und offizielle Porträts des Kaisers betrachten oder durch ein monumentales Glockenspiel und ein komplettes Thronensemble Einblicke in das konfuzianische Hofritual gewinnen.
In 90 Objektgruppen werden zudem der universelle Herrschaftsanspruch des Kaisers von China und das traditionelle Ideal des harmonisch geordneten Staates dargestellt. Im Fokus steht dabei die Rolle des Herrschers als Himmelssohn, der für die politischen, religiösen und kulturellen Belange des gesamten Reiches verantwortlich war. Dies verdeutlicht beispielsweise das spektakuläre Doppelporträt des Kaisers Qianlong mit seinem Vater Yongzheng. Darauf überreicht der Prinz dem Vater respektvoll einen blühenden Aprikosenzweig. Dieser drückt aus, dass er bereit ist, die Regierungsverantwortung auf sich zu nehmen. Kleidung und Kopfbedeckung im Stil konfuzianischer Gelehrter weisen die beiden Mandschu-Kaiser als legitime Erben chinesischer Zivilisation aus und betonen ihre geistige und ethische Kultiviertheit.
Ein vergoldeter buddhistischer Schrein, seltene Beispiele früher Porzellane und astronomische Messinstrumente sind weitere Höhepunkte der Ausstellung.





