Am 15. Juni 1667 transfundierte er dem Patienten etwa 350 Milliliter Fremdblut. Und zwar nicht von einem menschlichen Spender, sondern von einem Lamm: die erste dokumentierte Transfusion dieser Art. Der Junge überlebte die Prozedur, mehr aus Glück denn durch ärztliche Kunst, und vor allem wohl dank der geringen Menge. Denys experimentierte weiter und fand schnell Nachahmer, doch sich häufende Todesfälle, nicht nur in Frankreich, ließen schnell Zweifel aufkommen. Seit dem 19. Jahrhundert setzte sich die Blutübertragung von Mensch zu Mensch durch, wobei es immer noch zu vielen Todesfällen kam. Kein Wunder, denn erst kurz nach 1900 entdeckte Karl Landsteiner die Blutgruppen A, B, AB und 0.





