Anhand von 70 Werken aus den Bereichen Keramik, Malerei, Skulptur und Textil von der Antike bis zum Jugendstil wird gezeigt, wie das Raubgut seinen Weg in die Depots und Ausstellungsräume des Museums fand. So wurde eine japanische Figur namens „Daikoku“ im Kontext der „M-Aktion“ des „Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg“ erworben: der Räumung Zehntausender Wohnungen vertriebener und deportierter Juden in Frankreich und den Benelux-Ländern. Auch im Zuge anderer Aktionen wurde der Hausrat Verfolgter gezielt nach „museumswürdigen“ Kunstgegenständen durchsucht. Die in der Ausstellung dokumentierte Arbeit der Provenienzforschung betrifft jedoch nicht nur die NS-Zeit. Noch in den 1970er Jahren wurden zwei Objekte angekauft, die Fragen aufwerfen. Dabei ist es häufig leichter, die Spur der Objekte aufzunehmen als die ihrer ehemaligen Besitzer und deren Nachkommen, welche sich in vielen Fällen nicht mehr ermitteln lassen.





