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Schicksalswahl mit Spätfolgen
Am 26. April 1925 wählten die Deutschen den 77-jährigen Generalfeldmarschall a. D. Paul von Hindenburg zu ihrem Staatsoberhaupt. Als Reichspräsident steht er für die konservative Wende der Weimarer Republik – mit katastrophalen Folgen knapp acht Jahre später.
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„Wir empfinden Scham über die politische Unreife so vieler Millionen, die nun wieder den Augen der achselzuckenden Welt sich zeigt.“ Tief betrübt über den unerwarteten Wahlausgang reagierte mit diesen Worten der Chefredakteur des liberalen „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff, in seinem Leitartikel am 27. April 1925, dem Tag nach der Entscheidung. Und auch Victor Klemperer – dank seines Tagebuchs einer der großen Chronisten seiner Epoche – bewies Weitsichtigkeit, indem er am selben Tag die Zäsur der Wahl Hindenburgs mit einer bösen Vorahnung verknüpfte: „Ich habe den Eindruck, dass etwas Ähnliches vorgefallen ist wie am 28. Juni 1914, als man den österreichischen Thronfolger mordete. Was wird in Deutschland werden?“ Wie aber kam es binnen weniger Wochen zu dem spektakulären Comeback des seit 1919 im Ruhestand lebenden Hindenburg? Und was verschaffte ihm die knappe Mehrheit, die ihn vor genau 100 Jahren ins höchste Staatsamt der noch jungen Weimarer Demokratie katapultierte?
Der unerwartete Tod des erst 54 Jahre alten Amtsinhabers Friedrich Ebert (SPD) am 28. Februar 1925 machte im Frühjahr die Neuwahl des Reichspräsidenten notwendig. Gemäß Artikel 41 der Weimarer Reichsverfassung wurde der Reichspräsident „vom ganzen deutschen Volke gewählt“. Ebert selbst dagegen war noch vor ihrer Verabschiedung am 11. Februar 1919 von der Nationalversammlung mit breiter Mehrheit zum Staatsoberhaupt gekürt worden. Angesichts schwerer Krisen in den Anfangsjahren der Weimarer Republik beschloss der Reichstag im Oktober 1922 die Verlängerung von Eberts Amtszeit bis zum 30. Juni 1925. Unklar bleibt, ob Ebert die Absicht hatte, zur Wiederwahl anzutreten – vermutlich hätte er aber 1925 realistische Chancen auf eine weitere Amtszeit gehabt. Nach den gesetzlichen Bestimmungen war nun im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit für den Sieg notwendig, in einem etwaigen zweiten Wahlgang genügte dagegen die relative Mehrheit. So begann bei den Parteien die vorzeitige Suche nach geeigneten Kandidaten und möglichen Bündnispartnern.
Viele Kandidaten – kein klarer Sieger
Für die SPD ging der vormalige preußische Ministerpräsident Otto Braun (1872–1955) ins Rennen, ohne jedoch eine realistische Chance auf den Sieg zu haben – mit ihm als Zählkandidaten wollten die Sozialdemokraten im ersten Wahlgang vor allem Flagge zeigen. Auf dem rechten Spektrum verfolgten die bürgerlichen Parteien dagegen von Anfang an die Idee einer Sammelkandidatur, wofür sich eigens ein Ausschuss unter dem ehemaligen preußischen Innenminister Friedrich Wilhelm von Loebell formierte. Die Suche nach einem für alle beteiligten Parteien akzeptablen Kandidaten erwies sich jedoch als schwieriger als gedacht. Am Ende konnten sich lediglich die rechtsliberale Deutsche Volkspartei (DVP), die rechtskonservative Deutschnationale Volkspartei (DNVP) und die kleine Wirtschaftspartei auf einen gemeinsamen Bewerber einigen: den Duisburger Oberbürgermeister Karl Jarres (DVP, 1874–1951). Das katholische Zentrum nominierte seinerseits den ehemaligen Reichskanzler Wilhelm Marx (1863–1946), die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) präsentierte den badischen Staatspräsidenten Willy Hellpach (1877–1955) als eigenen Kandidaten.
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Das Bewerberfeld vervollständigten der Kommunist Ernst Thälmann (1886–1944), der bayerische Ministerpräsident Heinrich Held (1868–1938) für die Bayerische Volkspartei (BVP) sowie Hindenburgs einstige rechte Hand, Ex-General Erich Ludendorff (1865–1937) für die Völkischen und Rechtsextremen. Hindenburg selbst stand also im ersten Wahlgang gar nicht auf dem Wahlzettel – sein Name hatte bei den Überlegungen im Mitte-Rechts-Lager („Reichsblock“) noch keine Rolle gespielt.
Für ein derart zersplittertes Bewerberfeld wenig überraschend erreichte denn auch keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang am 29. März 1925 die erforderliche absolute Mehrheit. Zwar bekam Jarres mit 38,8 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen, dennoch ließ das Ergebnis aus Sicht des ihn unterstützenden „Reichsblocks“ eine Niederlage im zweiten Durchgang befürchten. Zusammengerechnet hatten nämlich die drei Bewerber der republiktragenden Parteien der „Weimarer Koalition“ – Braun (SPD), Marx (Zentrum) und Hellpach (DDP) – über 49 Prozent der Stimmen geholt.
Die Befürchtungen im rechten Lager wurden noch größer, als sich diese drei Parteien sehr rasch auf Marx als gemeinsamen Kompromisskandidaten für den zweiten Wahlgang einigten. Das republikanische Zweckbündnis hinter dem rheinischen Katholiken Marx gab sich in Abgrenzung zum rechten „Reichsblock“ den Namen „Volksblock“. Die übrigen Kandidaturen von Thälmann (7,0 Prozent), Held (3,7 Prozent) und besonders Ludendorff (1,1 Prozent) blieben erwartungsgemäß chancenlos, allerdings sollte ihr Wählerklientel für den Ausgang des zweiten Durchgangs noch entscheidendes Gewicht bekommen.
Das starke Abschneiden der republiktragenden Parteien bestätigte das Ergebnis der letzten Reichstagswahl vom Dezember 1924, als SPD, Zentrum und DDP ebenfalls auf zusammengerechnet über 49 Prozent der Stimmen gekommen waren. Der „Reichsblock“ war entsprechend alarmiert und machte sich auf die Suche nach einer kurzfristigen Alternative – gemäß dem geltenden Wahlrecht konnte dies auch ein „Joker“-Kandidat sein, der im ersten Durchgang gar nicht zur Wahl gestanden hatte.
Überraschende Wendung im zweiten Wahlgang
Am 8. April gab der „Reichsblock“ zur allgemeinen Überraschung die Kandidatur Hindenburgs für den zweiten Wahlgang bekannt. Den Ausschlag für den bis zuletzt unentschlossenen Pensionär hatte am Vorabend eine Unterredung mit Großadmiral Alfred von Tirpitz gegeben, dem einstigen Verfechter der deutschen Flottenrüstung, der Hindenburg vom Antritt zur Wahl überzeugen konnte. Seine Nominierung erfolgte jedoch keineswegs so einhellig, wie es das geschlossene Auftreten des Mitte-Rechts-Bündnisses nach außen suggerierte. Insbesondere die DVP, deren Kandidat Jarres kurzerhand abgesetzt worden war, und ihr Vorsitzender, Reichsaußenminister Gustav Stresemann, äußerten Bedenken wegen der erwartbaren Auswirkungen auf die Außenpolitik. In der Tat musste die Aufstellung Hindenburgs auf die einstigen Kriegsgegner Deutschlands als eine einzige Provokation wirken, galt der Generalfeldmarschall doch neben dem abgedankten Kaiser als prominenteste Figur des alten Regimes.
Bereits im Jahr 1914 war der drei Jahre zuvor pensionierte General schon einmal aus dem Ruhestand reaktiviert worden, als bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs russische Truppen schneller als erwartet in Ostpreußen einmarschiert waren. Zur eigenen Überraschung erhielt der bereits 66-Jährige das Kommando über die 8. Armee, die den Vormarsch der feindlichen Truppen aufhalten sollte. Kaum angekommen an der Front, errang Hindenburg zusammen mit seinem Stabschef Erich Ludendorff den Schlachtensieg, der ihm für den Rest seines Lebens den Nimbus des „Siegers von Tannenberg“ einbringen sollte.
Der spektakuläre Erfolg in der Nähe des symbolträchtigen Ortes – im Jahr 1410 hatte hier ein Heer des Deutschen Ordens gegen eine vereinte polnisch-litauische Streitmacht verloren – bannte nicht nur dauerhaft die Gefahr einer russischen Invasion, sondern machte auch Hindenburg über Nacht zum Nationalhelden. Auch wenn sein Anteil am militärischen Triumph mutmaßlich weit geringer ausfiel als der Ludendorffs, erntete doch Hindenburg die Lorbeeren. Ein wahrer Regen von Ehrungen und Beförderungen ergoss sich in der Folge über ihn: Ernennung zum Generaloberst, Verleihung des Ordens Pour le Mérite, Ernennung zum Oberbefehlshaber Ost und schließlich im November 1914 Beförderung zum Generalfeldmarschall.
Den Höhepunkt seiner Macht erreichte Hindenburg, als er im August 1916 – wiederum im Gespann mit Ludendorff – an die Spitze der Obersten Heeresleitung (OHL) berufen wurde. Unter seiner Führung mobilisierte die OHL rücksichtslos alle militärischen und wirtschaftlichen Kräfte, um doch noch den ersehnten „Siegfrieden“ zu erzwingen, doch nach dem Fehlschlag der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 musste sich die Doppelspitze ihr Scheitern eingestehen.
Dass Hindenburgs Nimbus dennoch die Kriegsniederlage überdauerte, hat zweifellos mit der berüchtigten „Dolchstoßlegende“ zu tun, die von den Militärs zur Jahreswende 1918/19 ersonnen worden war, um von ihrer Verantwortung abzulenken. Hindenburg selbst verhalf der Verschwörungstheorie zum öffentlichen Durchbruch, indem er sie bei seiner Befragung vor dem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung für die Schuldfragen des Ersten Weltkriegs am 18. November 1919 verbreitete. Erst durch seine Autorität konnte die Lüge ihre verheerende Langzeitwirkung entfalten, mit der sie der jungen Republik eine schwere Hypothek auferlegte. Hindenburg selbst zog sich im Juni 1919 zum zweiten Mal in den Ruhestand nach Hannover zurück, der auch diesmal kein endgültiger sein sollte.
Hindenburg selbst hält sich beim Wahlkampf im Hintergrund
Doch zurück ins Jahr 1925. In der Kampagne zum zweiten Wahlgang der Reichspräsidentschaftswahl am 26. April setzten die Unterstützer Hindenburgs wiederum voll auf sein Image als nationale Lichtgestalt. Allerorten hingen Plakate mit dem kantigen Kopf des Generalfeldmarschalls und der Aufschrift „Der Retter!“, was die liberale „Vossische Zeitung“ zu der sehr berechtigten Frage veranlasste, wovor eigentlich Hindenburg das Land bewahren sollte. „Dass Deutschland sich allmählich wieder erholt, im Reich wieder geordnete Zustände herrschen, für die Zukunft freundliche Aspekte sich öffnen, das haben wir all den Männern zu verdanken, die seit November 1918 in stetem Ringen mit der sogenannten ‚nationalen‘ Opposition von den Deutschnationalen geschmäht, verleumdet und verfolgt, kühle, nüchterne Realpolitik getrieben und es abgelehnt haben, das Reich in wilde Abenteuer zu verwickeln.“
Hindenburg selbst hielt sich aus der Wahlkampagne weitgehend heraus, bis auf eine Kundgebung am 19. April in seiner Wahlheimat Hannover verzichtete er auf öffentliche Auftritte und überließ das Agitieren den Strategen im „Reichsblock“. Ganz im Gegensatz dazu unternahm sein Kontrahent Wilhelm Marx eine ausgedehnte Wahlkampftournee, während der er aber von jeglichem persönlichen Angriff auf Hindenburg absah. „Volksblock“-Kandidat Marx konnte vor allem auf die Unterstützung des 1924 gegründeten Wehrverbands „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ zählen, der von Unterstützern der Weimarer Koalitionsparteien SPD, Zentrum und DDP getragen wurde. Den Höhepunkt des Wahlkampfs, der an Intensität und Aufwand alles bisher Dagewesene in der Weimarer Republik in den Schatten stellte, bildeten zwei Rundfunkansprachen von Hindenburg und Marx, die am 24. April direkt nacheinander ausgestrahlt wurden.
Der Wahlausgang am Abend des 26. April wurde mit Hochspannung erwartet – schließlich gab es in den 1920er Jahren noch keine Demoskopie, die das Ergebnis hätte voraussagen können. Für alle Unterstützer der Weimarer Republik bedeutete das Resultat eine herbe Enttäuschung: Denkbar knapp setzte sich Hindenburg mit 48,3 Prozent gegenüber Marx mit 45,3 Prozent durch, was einem Vorsprung von rund 900 000 Stimmen entsprach. Zwar erhielt der „Volksblock“-Kandidat fast eine halbe Million Stimmen mehr als die drei republikanischen Bewerber im ersten Wahlgang, doch der „Reichsblock“-Kandidat konnte das zusammengerechnete Ergebnis der drei rechten Bewerber im ersten Durchgang – Jarres, Held und Ludendorff – um fast drei Millionen Stimmen übertreffen.
Der Ausgang der Wahl zeigt, wie gespalten die Gesellschaft ist
Das Ergebnis bewies zugleich die tiefe Spaltung der Weimarer Gesellschaft in zwei etwa gleich große Lager. Über die Gründe des Wahlerfolgs hat die Forschung viel gemutmaßt: Wohl eher nicht ausschlaggebend war der Wiederantritt des chancenlosen KPD-Kandidaten Ernst Thälmann im zweiten Wahlgang, der dort 6,4 Prozent der Stimmen holte. Aus Sicht der auf Fundamentalopposition ausgelegten Anhänger der Kommunisten wäre es gleichermaßen undenkbar gewesen, einem früheren Reichskanzler bürgerlich-katholischer Prägung die Stimme zu geben wie einem pensionierten kaiserlichen Generalfeldmarschall. Vielmehr war es die auf den ersten Blick völlig widersinnige Wahlempfehlung der katholischen Bayerischen Volkspartei – Schwesterpartei des Zentrums – für den preußisch-protestantischen Hindenburg, die seinen Widersacher mutmaßlich die entscheidenden Stimmen kostete.
Für die BVP war es unverzeihlich, dass Marx mit der Sozialdemokratie paktierte, der aus ihrer Sicht „ärgsten Feindin des Christentums“. „Wenn Ihr nicht die christliche Kultur zerschlagen wollt, wenn Ihr nicht die christliche Schule den Neuheiden ausliefern wollt, dann keine Stimme Marx!“, hieß es in einem BVP-Flugblatt. Tatsächlich spielte 1925 die Konfession bei der persönlichen Wahlentscheidung eine entscheidende Rolle, wie ein Blick auf die Karte der Wahlkreisgewinner beweist. Während Marx seine stärksten Ergebnisse in den katholischen Hochburgen im Westen Deutschlands einfuhr (Rheinland, Westfalen, Baden), punktete Hindenburg vor allem in den protestantischen Gebieten Nord- und Ostdeutschlands (Pommern, Ostpreußen, Hannover) sowie – als Ausnahme von der Regel – in den bayerischen Wahlkreisen.
Am 11. Mai 1925 reiste der designierte Reichspräsident von seinem Wohnort Hannover per Zug in die Reichshauptstadt, wo ihn Zehntausende Berliner am Straßenrand begeistert begrüßten. Tags darauf legte Hindenburg vor Reichstagspräsident Paul Löbe (SPD) und den versammelten Abgeordneten seinen Amtseid ab. Die schlichte, aber würdevolle Zeremonie vor der schwarz-rot-goldenen Präsidentenstandarte im geschmückten Plenarsaal ließ selbst bei Skeptikern die Hoffnung aufkeimen, mit Hindenburg könne eine Versöhnung der Konservativen und Rechten mit der noch jungen Republik in greifbare Nähe rücken.
Hindenburgs Kurs führt zum Untergang der Weimarer Republik
In der Tat schienen sich die Befürchtungen seiner Gegner zunächst nicht zu bewahrheiten: Hindenburg hielt sich in seinen ersten Amtsjahren korrekt an die Vorgaben der Verfassung und mischte sich nicht über Gebühr in die Tagespolitik ein. Dennoch ließ er intern keinen Zweifel daran, die Verfassung nicht als sakrosankt zu betrachten und bei passender Gelegenheit einen Umbau des Staates hin zu einer starken Exekutive betreiben zu wollen. Diese Möglichkeit ergab sich, als im März 1930 die letzte von einer parlamentarischen Mehrheit gestützte Regierung scheiterte und die Ära der sogenannten Präsidialkabinette begann – vom Wohlwollen des Reichspräsidenten und seinen Vollmachten abhängige Regierungen. Ab diesem Zeitpunkt begann die gezielte Zerstörung der Weimarer Republik, begünstigt durch die katastrophale Arbeitslosigkeit infolge der Weltwirtschaftskrise und das Erstarken radikaler Demokratiefeinde von links und rechts außen.
Als im Frühjahr 1932 der mittlerweile 84-jährige Reichspräsident Hindenburg zur Wiederwahl antrat, hatte sich die politische Großwetterlage schon so weit verfinstert, dass selbst die treuesten Unterstützer der Republik inklusive der Sozialdemokraten sich gezwungen fühlten, Hindenburg zu unterstützen. Unter dem Slogan „Schlagt Hitler! Wählt Hindenburg!“ stimmten Millionen einstige Wähler von Wilhelm Marx nun für den Amtsinhaber – in der trügerischen Hoffnung, dieser sei das letzte Bollwerk der Demokratie gegen die aufstrebende NSDAP und ihren Kandidaten Hitler.
Zwar gewann Hindenburg die Reichspräsidentenwahl im zweiten Durchgang noch einmal mit 53,1 Prozent der Stimmen, doch das überraschend starke Abschneiden seines Gegenkandidaten (36,8 Prozent) ließ bereits Schlimmes für die folgenden Reichstagswahlen befürchten. Auch die in Hindenburg gesetzten Hoffnungen der verbliebenen Demokraten sollten sich bald zerschlagen: Bereits ein Dreivierteljahr später ernannte der Reichspräsident am 30. Januar 1933 seinen vormaligen Herausforderer zum Reichskanzler – und versetzte der Weimarer Republik damit den Todesstoß.
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