Die minoische Kultur, benannt nach dem mythischen Herrscher Minos auf der Insel Kreta, gilt als eine der ersten europäischen Hochkulturen. „Inseln der Winde“ verdeutlicht das vielfältige Beziehungsgeflecht zwischen den minoischen Inselgesellschaften der Ägäis zwischen 2800 und 1500 v. Chr. Schon zu dieser frühen Zeit wurden weit verzweigte Handelsbeziehungen gepflegt und die Schiffe der Minoer segelten bis ins Reich der Pharaonen.
Durch den wachsenden Handel und größere Segelschiffe wurden auch die Ansprüche an die heimischen Hafenanlagen größer: Die Anlage von Häfen und Hafenstädten erfolgte nach wiederkehrenden Mustern, die auf Geografie und jahreszeitliche Wind- und Wetterverhältnisse Rücksicht nahmen.
Die Ausstellung berücksichtigt auch die archäologischen Funde und Befunde an Land: Küstennahe Siedlungen, Posten und Paläste und nicht zuletzt die auf Gegenständen und Fresken abgebildeten Wasserfahrzeuge der Minoer und der Kykladen-Kultur (einer der minoischen Kultur ähnelnden frühen Hochkultur aus dem Raum der Ägäis). In Ton geritzt, in Siegelsteine geschnitten und auf Wände gemalt wurde so die komplette Entwicklungslinie des minoischen Schiffbaus überliefert.
Die Sonderausstellung „Inseln der Winde. Die maritime Kultur der bronzezeitlichen Ägäis“ stützt sich bei ihren Ergebnissen auf ein gleichnamiges Forschungsprojekt der Universität Heidelberg und wird bis zum 8. Februar zu sehen sein.





