Etwa 60 000 Mann aus allen Teilen des Reiches wollten sich den Invasoren entgegenstellen. Den Oberbefehl führte der polnische König Jan III. Sobieski, der auch ein eigenes starkes Kontingent einbrachte. Der türkische Großwesir Kara Mustafa rechnete zwar mit einem baldigen Angriff der Alliierten, doch konzentrierte er sich ganz auf die Eroberung Wiens. So konnte das Heer ungehindert die Donau überqueren und bis auf den Kahlenberg vor Wien vordringen. Am 12. September 1683 kam es dort zur Entscheidungsschlacht: Kara Mustafas osmanisches Heer erlitt eine entscheidende Niederlage und wandte sich zur Flucht. Wien war befreit, es herrschte Erleichterung und Triumph: „Die ganze Artillerie, das ganze Lager der Osmanen, unermessliche Reichtümer sind uns in die Hände gefallen“, jubelte Sobieski. Kara Mustafa hingegen musste für die Niederlage teuer bezahlen: Auf Befehl Sultan Mehmeds IV. wurde er wenige Monate später hingerichtet.





