Gebt mir fünf Divisionen oder sucht euch einen anderen für dieses Kommando.“ Es war Januar 1944, als dieser Satz fiel. Die alliierte Landung in Westeuropa sollte in wenigen Monaten starten. Doch Lieutenant General Bernard Montgomery, der wichtigste Offizier der Alliierten auf britischer Seite, war mit dem bisherigen Operationsplan nicht zufrieden. Der Kräfteansatz mit nur drei Landungsdivisionen erschien „Monty“, wie der Rommel-Bezwinger des afrikanischen Kriegsschauplatzes genannt wurde, als viel zu schwach. Im alliierten Oberkommando von US-General Dwight D. Eisenhower konnte man die Drohung des unbequemen Untergebenen nicht einfach vom Tisch wischen und gab nach. Es ging schließlich um viel: Die Alliierten wollten in Westeuropa Fuß fassen, um zunächst Frankreich sowie die Benelux-Länder zu befreien und später ins Reich vorzustoßen. Hitler-Deutschland sollte der endgültige K.o.-Schlag versetzt werden.
Die Ausgangslage war für die Alliierten alles andere als einfach. Sie mussten sich an die vielleicht anspruchsvollste militärische Operationsart heranwagen: eine amphibische Landung. Die drei Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe mussten in Planung und Ausführung eng zusammenarbeiten. Zudem war ein gewaltiger logistischer Aufwand notwendig, um die einmal gelandeten Truppen zu versorgen und schneller zu verstärken, als die Verteidiger ihre Reserven gegen den Landekopf werfen konnten. Die Alliierten hatten daher schon ihre Landungen im Mittelmeer 1942/43 von langer Hand geplant, um Unwägbarkeiten möglichst zu minimieren. Für Westeuropa lagen bereits 1942 der erste britische („Roundup“) sowie ein amerikanischer Landungsplan („Sledgehammer“) vor. Doch waren beide nicht mehr als Gedankenspiele; den Alliierten fehlten noch die logistischen Mittel und vor allem die Luftherrschaft über Frankreich. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 06/2014.
Dr. Peter Lieb





