Das deutsche Westheer war während der Kämpfe in Frankreich zerschlagen worden. Nur geringe Reste hatten die Reichsgrenzen erreicht. Schweres Kriegsgerät war kaum noch vorhanden, der Westwall nur an wenigen Stellen verteidigungsbereit. Die alliierte Bomberoffensive gegen das Reich näherte sich ihrem Höhepunkt. Fast jede größere deutsche Stadt war mittlerweile mehrfach massiv angegriffen und dabei teils schwer zerstört worden. Der Luftwaffe fehlte es an Piloten und Treibstoff, besonders nach dem Verlust der Erdölgebiete im rumänischen Ploie¸sti. Hitlers ehemalige Verbündete Bulgarien und Rumänien hatten im August 1944 Waffenstillstand mit den vorrückenden Sowjets geschlossen. Finnland war ihnen im September gefolgt. Allein Ungarn konnte unter Zwang bei der Stange gehalten werden.
Doch auch die Probleme der Alliierten nahmen zu. Für die Versorgung ihrer Armeen fehlten ihnen frontnahe Umschlaghäfen. Erst im November 1944 konnte ein alliierter Nachschubkonvoi den Hafen von Antwerpen anlaufen. Eine hastig vorbereitete Luftlandeoperation scheiterte Mitte September bei Arnheim unter hohen Opferzahlen. Nur mühsam und mit ebenfalls großen Verlusten kämpften sich die Amerikaner durch den winterlichen Hürtgenwald südlich von Aachen voran.





