Erst vor anderthalb Jahren gab es eine erste Initiative: die Gründung des Arbeitskreises Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg. Die lose Verbindung erwies sich schnell als sinnvoll und wuchs in rasantem Tempo. Jetzt konnte der Zusammenarbeit eine stabile Form gegebenen werden. Der neue Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, die „historischen Monumente mit regelmäßigem Besucherbetrieb“ zu vertreten, so die Satzung. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Schlösser und Burgen von Hohenlohe-Langenburg, Gemmingen-Guttenberg, Heidenheim-Hellenstein, Hohenzollern, Katzenstein sowie die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Diese staatliche Organisation steht zahlenmäßig für die größte Gruppe: insgesamt 59 Monumente gehören dazu.
Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Michael Hörrmann (Staatliche Schlösser und Gärten) gewählt; zweiter Vorsitzender ist Philipp Prinz zu Hohenlohe-Langenburg, der Chef des Hauses Hohenlohe-Langenburg und Herr auf Schloss Langenburg. Schatzmeister Michael Walter kommt von der Burg Katzenstein. Schriftführer ist Wolfgang Heinecker von Schloss Hellenstein in Heidenheim. Beisitzer mit dem Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit wurde Frank Krawczyk von den Staatlichen Schlössern und Gärten.
Die Vereinssatzung ist zugleich ein Dokument der Bedeutung der Mitglieder, denn es handelt sich durchweg um Orte von großer touristischer Bedeutung, alle gehören bereits jetzt zum festen Kanon der kulturtouristisch geprägten und freizeitorientierten Besucher in Baden-Württemberg. Dass die Mitglieder mit ihren historischen Zielen maßgebliche Motoren der touristischen Entwicklung insbesondere der ländlichen Regionen sind, gibt dem Verein von Anfang an Gewicht und Selbstbewusstsein. Denn natürlich gehört zu seinen Aufgaben auch die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder gegenüber „Politik, Verbänden, Unternehmen und Einrichtungen des regionalen Tourismus“ – so die Satzung. Nicht unbeträchtlich ist der Nutzen, den man sich vom Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Mitgliedern erwartet, denn unabhängig von Größe oder geographischer Lage haben alle Schlösser und Burgen mit ähnlichen Problemen und Aufgaben zu tun.
Der Verein ging hervor aus dem Arbeitskreis Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg. Zwar erst am Jahresende 2009 gegründet, hat diese Initiative bereits zu greifbaren Ergebnissen geführt. Am 19. Juni öffnen ca. 100 Schlösser und Burgen erstmals landesweit ihre Tore zum Schlosserlebnistag. Der dritte Sonntag im Juni bietet den Besucher ein besonders familienorientiertes Programm mit ungewöhnlichen Angeboten – und soll zur neuen Tradition werden. Vorweisen kann der Arbeitskreis auch schon eine attraktive gemeinsame Publikation, das einladende Magazin „Baden-Württemberg verzaubert“, entstanden in Kooperation mit Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg.





