Im Jahr 1790 starb Bengt Enschildsen im Alter von 104 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der Norweger einer der letzten Zeitzeugen des Großen Nordischen Kriegs gewesen sein. Enschildsen war unter anderem an der Verteidigung der Festung Fredrikshald beteiligt, als König Karl XII. von Schweden dort am Abend des 11. Dezember 1718 von einer Kugel getroffen wurde und in den Laufgräben vor der Festung starb. Zu diesem Zeitpunkt war der Monarch 36 Jahre alt und hatte sich buchstäblich sein halbes Leben lang im Krieg befunden.
Der Krieg dauerte nach dem Tod Karls XII. drei weitere Jahre an. An dessen Ende hatte Schweden bis auf Vorpommern alle seine Provinzen im Ostseeraum verloren. Das im Lauf des 17. Jahrhunderts zur europäischen Großmacht avancierte Königreich war nur noch eine Mittelmacht an der nordeuropäischen Peripherie, während Russland und Brandenburg-Preußen zu neuer Größe aufstiegen.





