20. Juni 1397 Erich von Pommern wird zum gemeinsamen König der von Dänemark, Schweden und Norwegen gebildeten Kalmarer Union gekrönt.
1434 Aufstand von Bauern und Bergleuten in Schweden, angeführt von Engelbrecht Engelbrechtsson aus Dalarna. Steigende Abgaben und die mangelnde Rücksicht auf die im Krönungsbrief zugesagte Eigenständigkeit der drei Reiche führen zu wachsender Unzufriedenheit. Eine Seeblockade der Hanse löst zudem eine Salzknappheit in Schweden aus. Schließlich wird Erich von Pommern in allen drei Reichen förmlich abgesetzt.
1440 –1448 Die Räte von Dänemark, Schweden und Norwegen wählen Christoph von Bayern zum neuen König der Union. Dem kinderlosen König folgt 1448 Christian I. aus dem Haus Oldenburg. In Schweden muss sich der neue Herrscher in langen Auseinandersetzungen gegen den einheimischen Konkurrenten Karl Knutsson Bonde durchsetzen.
1471 Sven Sture, ein Neffe Karl Knutsson Bondes, wird zum schwedischen Reichsverweser gewählt. Faktisches Ende der Union mit Dänemark und Norwegen.
1493 Der schwedische Adel ist bereit, gegen die Gewährung von Privilegien, den Sohn Christians I. – Johann I. – als König anzuerkennen und die Union zu erneuern. Sven Sture verbündet sich vor diesem Hintergrund mit den unzufriedenen Bauern, wird aber 1497 geschlagen.
1501 Erneuter Aufstand Sven Stures, der wieder zum Reichsverweser gewählt wird.
8./9. November 1520 König Christian II. von Dänemark besiegt die Sture-Partei, die inzwischen von Sven Stures gleichnamigem Sohn angeführt wird. Beim sogenannten Stockholmer Blutbad werden aufständische Adlige während der Krönungsfeierlichkeiten für Christian II. ermordet.
1521–1523 Trotz der Ausschaltung der Adels‧opposition flammen die Unruhen in Schweden von neuem auf; sie werden getragen von Bauern und Bergleuten, die sich um Gustav Wasa scharen, der am 6. Juni 1523 zum König von Schweden gewählt wird.
1527 Einführung der Reformation in Schweden.
1561/1629 Der Zusammenbruch des Deutschordensstaats führt zu einem verstärkten Engagement Schwedens im Baltikum. Zunächst unterstellt sich Estland der schwedischen Krone. Nach einem Krieg mit Polen, das die Nachfolge der Ordensritter in diesem Gebiet angetreten hatte, fällt auch Livland (der Süden des heutigen Estland und Lettland bis zur Düna) an Schweden.
1571–1617 In mehreren Kriegen gegen Russland, das infolge von Thronwirren geschwächt ist, sichert sich Schweden den Besitz Kareliens und des Ingermanlands. Russland wird damit von der Ostsee abgeschnitten.





