Schnell wurde der Postbeamte ermittelt: Es handelte sich um den ehemaligen Zahlmeister August Wolter. In der Diktion der Zeit diagnostizierten die Ärzte „überwertige“, heute würde man sagen wahnhafte, Ideen. Es folgte die Einweisung Wolters in eine „Irrenanstalt“. Auch für den Gouverneur von Straßburg, Wilhelm von und zu Egloffstein, der ohne zu zögern fast ein halbes Armeekorps hatte aufmarschieren lassen, nahm die Episode ein unrühmliches Ende: Der hochdekorierte Offizier musste sein Rücktrittsgesuch einreichen. Die Öffentlichkeit fühlte sich an das Spektakel um den „Hauptmann von Köpenick“ erinnert, der 1906 das Rathaus in Cöpenick besetzt hatte. Und wie schon damals kritisierte die Presse erneut das kritiklose Obrigkeitsdenken von Amtsträgern.





