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Selbstbewusste Gastgeberinnen
Frauen taten sich im 18. Jahrhundert auch als Gastgeberinnen für intellektuelle Zirkel hervor. Lange wurde der Salonnière dabei nur eine Nebenrolle zugedacht: Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen die männlichen Gäste.
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Was ist interessanter als ein neuer Mensch?“, fragte Berlins berühmteste Salonnière Rahel Levin Varnhagen. Und der Dichter Adelbert von Chamisso beschrieb einen Sommer auf dem ländlichen Musenhof „als ebenbürtiger Gast … in freundlicher Umgebung … unter guten Leuten“. Die beiden brachten damit die Essenz des Phänomens Salon auf den Punkt: die Neugier auf andere, die als Menschen für ebenbürtig gehalten werden.
Als Salon im literarischen oder kulturhistorischen Sinn gilt eine Geselligkeit, die in den Räumen und unter der Regie einer Frau stattfindet und deren Hauptzweck gebildete und bildende Unterhaltung ist. Die Gäste sind nach Stand, Geschlecht, Religion, Schichten und Beruf verschieden. Zulassungskriterien oder Statuten wie in einem Verein gibt es nicht.
Als sich im 17. und 18. Jahrhundert die Öffentlichkeit von einer höfischen zu einer mehr städtisch-bürgerlichen entwickelte, war der Salon, neben Klubs, Lesegesellschaften oder Kaffeehäusern, einer der Orte, an denen Netzwerke entstanden.
Vor der Existenz eines eigentlichen Literaturmarktes konnten hier Kontakte geknüpft werden zwischen Verlegern, Autorinnen und Autoren sowie deren Publikum. Und das halbprivate Ambiente erlaubte das Aufeinandertreffen von Menschen aus unterschiedlichen Ständen, das in der Öffentlichkeit nicht denkbar oder unerwünscht war. Das galt etwa für Adlige und Bürgerliche im vorrevolutionären Frankreich genauso wie für Juden und Aristokraten im Berlin um 1800 oder Franzosen und Deutschnationale in Goethes Weimar.
Der Begriff „Salon“ wird erst später geprägt
Die Offenheit des Gesprächs und die Mischung der Gesellschaft machten den Salon einerseits attraktiv, andererseits aber auch zum Gegenstand der Kritik. Etwa wenn Wilhelm von Humboldt die Gesellschaft in „Rahels Dachstube“ als allzu gemischt abtat.
Der Begriff Salon, abgeleitet vom französischen Wort für Empfangszimmer, wurde nicht zeitgenössisch verwendet. Spätere Historikerinnen und Historiker bezeichneten damit die Neuheit, dass Frauen in verschiedenen europäischen Zentren begannen, ihre Räume für gemischte Gesellschaften zu öffnen und so am kulturellen und politischen Leben auf neue Art teilzuhaben.
Als Ursprung dieser Tradition gilt der Moment, als sich die Hofdame Marquise de Rambouillet (1588 –1665) um 1620 vom Hofleben in ihr Privathaus zurückzog und dorthin den Hofadel und städtische Intellektuelle zu Gesellschaften einlud. Im 18. Jahrhundert wurde Paris dann zur Hauptstadt der Salons, wo verschiedene Gastgeberinnen an bestimmten Wochentagen (jours fixes) Gäste empfingen.
Die einzelnen Salons waren dabei in Bezug auf das Ambiente und die gebotene Unterhaltung ganz unterschiedlich. So empfing die Marquise du Deffand (1697 –1780) spätabends in ihrem Klosterzimmer. Die blind gewordene Ex-Mätresse des Regenten Philipp II., Herzog von Orléans, fesselte ihre Besucher mit scharfen Bonmots und forderte diese auf, sie ja nicht zu langweilen. Die wohlhabende Bürgerin Madame Geoffrin unterstützte Autoren der „Encyclopédie“ wie Denis Diderot und damit die Ideen der französischen Aufklärung.
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Vor dem Hintergrund der Geschlechtergeschichte wird das emanzipatorische Element des Salons deutlich: Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein hatten Frauen keinen Zugang zur höheren Bildung, kein Wahl- oder Mitspracherecht, kaum Verfügungsrechte über das eigene Geld oder den eigenen Körper. Ebenso eingeschränkt waren sie durch gesellschaftliche Erwartungen, die einzige „Karriere“ war die der Ehefrau und Mutter, gebunden an das Haus des Mannes, der Familie.
Ein Salon gab die Möglichkeit, die vorgegebene Rolle zu erfüllen und gleichzeitig eigenen Interessen nachzugehen, neue Menschen kennenzulernen, Lesungen zu genießen oder selbst mitzugestalten, eigene Talente zu entwickeln. Schon der Zugang zu Büchern oder Manuskripten war ein Gewinn.
„Und während ich strickt an meinen Strümpfen, hab ich gelernt auf Wieland schimpfen“, heißt es in einer zeitgenössischen Salonsatire. Tatsächlich hat der lange vorherrschende Blick auf die prominenten Männer die Salonnièren oft als reine Musen dastehen lassen. „In ihrem berühmten Salon empfing sie Männer wie …“ – so oder ähnlich ist die Geschichte des Salons europaweit erzählt worden.
Das trifft aber nicht den Kern der Sache, denn es ging um aktive Teilhabe der Frauen. Manch Pariser Salon einer hochgestellten Bürgerin wurde Vorzimmer der Akademie genannt, weil hier neue Mitglieder gewählt wurden. Reiche Salonnièren, wie die englischen Bluestockings, protegierten Männer und Frauen bei ihren künstlerischen Projekten. Anderen boten die Kontakte aus dem Salon Gelegenheit, selbst zu schreiben oder zu übersetzen, wie in Berlin im Fall von Henriette Herz und Dorothea Schlegel.
Ein berühmtes Beispiel einer als Salonnière und Autorin bekannt gewordenen Frau ist Germaine de Staël (1766 –1817). Groß geworden im Salon ihrer Mutter, Suzanne Necker, weckte sie mit eigenen politischen Ansichten und Texten den Argwohn Napoleons, so dass sie ins Exil gehen musste. Sie empfing auch auf Reisen Gäste, in einer Art salon ambulant. In Deutschland lernte sie Vertreter aller literarischen Strömungen kennen und schrieb das erste Buch über die Romantik. Mehrere Berliner Salonfrauen übersetzten ihre Werke ins Deutsche.
Die französischen Salons waren den Berlinerinnen bekannt, manche Gäste besuchten sie, engere Kontakte entwickelten sich aber kaum – trotz der Revolution waren die gesellschaftlichen Abstände zum Hochadel noch zu groß. Die Berliner Salons entstanden auch nicht in Nachahmung derer in Paris, sondern in einem besonderen historischen Moment als eigenes Experiment.
Der Mythos von der Dachstube
„Daß junge Gelehrte und Elegants die hiesigen großen jüdischen Häuser fleißig besuchen, ist sehr natürlich, denn es sind bei weitem die reichsten bürgerlichen Familien hier, fast die einzigen, die ein offenes Haus halten.“ So erklärte der Theologe Friedrich Daniel Schleiermacher, seit seiner Jugendzeit Gast der jüdischen Salons, sich ihre Attraktivität: „Wer also auf eine recht ungenierte Art gute Gesellschaft sehen will, lässt sich in solchen Häusern einführen.“
Salon-Geselligkeiten gab es in verschiedenen deutschen intellektuelen Zentren, in Königsberg empfing etwa Elisabeth Staegemann, in Weimar Johanna Schopenhauer. Berühmt und berüchtigt wurden aber die „Berliner jüdischen Salons“, bis heute sind sie von zahlreichen Mythen und Debatten umrankt.
Das erstmalige Zusammentreffen von Juden und Christen an einem Teetisch hat zu extremen, auch widersprüchlichen Deutungen geführt. Die jüdischen Salonnièren wurden für ihren Grad der Akkulturation von den einen gepriesen und von den anderen als „Abtrünnige“ geschmäht, die tauf- und heiratswütig seien.
Weil zu den Gästen viele später berühmte Dichter und Denker gehörten, ging man von einem großen Einfluss der Salons aus, den die Gastgeberinnen als recht- und standeslose junge Jüdinnen aber nicht wirklich besaßen. Nach 1945 wurde der Salon gar zu einem Idyll des deutsch-jüdischen Gesprächs stilisiert, wobei dabei die antijüdischen Spannungen ausgeblendet wurden, die es zeitgenössisch bereits gab.
Die Realität ist faszinierender als die Legende
Die Legendenbildung lässt sich am Beispiel der heute berühmtesten Salonnière zeigen, Rahel Levin Varnhagen. Ihre Geschichte wurde lange als Märchen einer Aufsteigerin erzählt: Ein armes jüdisches Mädchen empfing in ihrer Dachstube einen erlauchten Zirkel, darunter einen preußischen Prinzen. Sie ließ sich taufen, um einen preußischen Diplomaten zu heiraten, der ihre Aussprüche so bewunderte, dass er sie sammelte und überlieferte.
Auch wenn davon einzelne Aspekte zutreffen, ist das Bild in sich nicht stimmig, die historische Realität aber eigentlich noch spannender. Denn es mussten mehrere Faktoren zusammenkommen, um diesen besonderen kommunikativen Raum entstehen zu lassen: die ambivalente Situation der Juden in Preußen, das Zusammentreffen und Aufblühen verschiedener Aufklärungsbewegungen in Berlin und vor allem die Atmosphäre des Umbruchs.
Die Jahrzehnte vor und nach 1800 waren geprägt von den großen politischen, sozialen und kulturellen Umwälzungen in Europa. Das Zeitalter der Aufklärung mündete in die Revolution, manche jahrhundertealte Ständeordnung wurde in Frage gestellt, Bürgerrechte wurden diskutiert und gefordert – auch für Juden, auch für Frauen.
Dazu gab es vor den ersten Salons ein gesellschaftliches Vakuum in Berlin, einer Garnison mit frankophilem König ohne Hofstaat und zahllosen aufgeklärten Intellektuellen, die Unterhaltung suchten, auch abseits der etwas trockenen Zünfte und Lesevereine. Friedrich II., der „philosophe de Sanssouci“, empfing französische Denker in Potsdam. Die deutsche Entwicklung ließ er desinteressiert gewähren.
Führende Köpfe der bürgerlichen und jüdischen Aufklärung, wie Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn, lebten und schrieben in Berlin, produzierten und diskutierten die neueste Literatur, auch – und das war neu – gemeinsam.
Die „Judenpolitik“ preußischer Herrscher hatte mit zahllosen Sondergesetzen einerseits dafür gesorgt, dass die jüdische Gemeinde Berlins zahlenmäßig beschränkt und von einem rigiden Klassensystem und Einzelsteuern reglementiert war. Anders als in anderen Orten aber hatten die Juden von Berlin freies Niederlassungsrecht, wohnten mitten in der Stadt und kamen in Kontakt mit ihren christlichen Nachbarn.
Varnhagens Vater Markus Levin war Kaufmann, mit einem Haus im Zentrum Berlins in der Nähe des Nationaltheaters und zahlreicher Diplomatenwohnungen. Der Ehemann der Salonnière Henriette Herz, der jüdische Arzt und Aufklärer Markus Herz, hielt in Berlin Privatvorlesungen vor gemischter Gesellschaft, zu denen auch Mitglieder des Hofes erschienen.
Einige Juden gehörten zu den ersten Kulturbürgern der Stadt, und nur hier, gewissermaßen „außerhalb“ der Ständeordnung, konnten sich Adlige und bürgerliche Schriftsteller treffen, ohne dass die Gesellschaft Anstoß nahm. Hinzu kam, dass die Töchter jüdischer Familien gebildeter – und für junge Männer vielleicht auch exotischer – waren als die christlichen Zeitgenossinnen. Denn das war der Berliner Salon um 1800: in seiner Entstehung ein essentiell junges Phänomen, dessen hier geknüpfte Beziehungen sich über die Jahre veränderten und das kulturelle Leben mit prägten.
Die junge Frau eines Arztes zieht die Gäste in ihren Bann
Der erste Berliner Salon entstand in mehrfacher Hinsicht aus einer „elektrisierenden Begegnung“. Die jungen Söhne der Familie von Humboldt, Wilhelm und Alexander, kamen ins Haus der Familie Herz, da sich ihr Hauslehrer über den neuerfundenen Blitzableiter informieren wollte. Bald waren sie nicht nur Zuhörer, sondern auch im Gespräch mit der schönen und gebildeten jungen Frau des Hauses: Henriette Herz, geborene de Lemos.
Die Gastgeberin sprach sieben Sprachen und interessierte sich für „moderne Literatur“: In der Hauptstadt der Aufklärung waren das Goethe und Schiller, später die Frühromantiker. Im Salon Herz trafen alle Strömungen zusammen. Das berühmte Gemälde der jungen Henriette de Lemos als Göttin Hebe, von Anna Dorothea Therbusch 1778 gemalt, steht symbolisch für deren Emanzipation: Henriette in leichter, erotischer Kleidung, als verheiratete jüdische Frau mit offenem Haar, darüber hinaus dargestellt als eine Figur aus griechischem, also quasi bürgerlichem Götterhimmel. Das Bild hing übrigens im Haus dort, wo freitags statt Schabbat Salon veranstaltet wurde – eine sichtbare Hinwendung zur neuen Zeit.
Andererseits verdankte Henriette Herz der jüdischen Bildungstradition, ihrem Vater und ihrem Ehemann ihre umfassende Gelehrtheit. Dieser Umstand gehört genauso zu ihrem Salon wie etwa die langjährigen Freundschaften mit dem romantischen Theologen Friedrich Daniel Schleiermacher und dem Weltreisenden Alexander von Humboldt.
Später bildeten die im Salon erworbene Bildung und die vielen Kontakte die Grundlage für Aufträge für Übersetzungen von Reiseberichten. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1803 konnte sie aufgrund ihrer Qualifikation zudem ihren Lebensunterhalt als Lehrerin bestreiten und sich den Traum einer Italienreise erfüllen.
Auch Rahel Levin Varnhagen war gleichermaßen mit Vertretern der Aufklärung und der Romantik bekannt und galt als eine der besten Goethe-Kennerinnen. Der Berliner „jüdische Salon“ um 1800 war, mit dem Begriff der Zeit, ein offenes Haus auf der Höhe der Zeit – offen für neue Texte und Strömungen, einladend für Besucher unterschiedlicher Herkunft, die kamen und gingen.
Auch hinsichtlich der Tageszeit waren die Treffen flexibel: Man lud zum Teetisch, zum Picknick oder zur Soiree. Einen interessanten Mann lud Rahel ganz spontan zum „Nachttee“. Einem anderen schickte sie eine Einladung zum „schönsten“ Kuchen, „und bringen Sie Ihren Nachbarn mit“. Die so Geladenen fanden eine unübliche Gästemischung vor, die das eben gesehene Theater, die neuerschienene Literatur debattierte, Klavier oder Karten spielte, vor allem aber miteinander sprach.
Der durchreisende Jean Paul schrieb 1801 erstaunt: „Gelehrte, Juden, Offiziere, Geheime Räthe, Edelleute, kurz, alles was sich an anderen Orten … die Hälse bricht, fällt einander um diese und lebt wenigstens freundlich an Thee- und Esstischen beisammen.“
Die Kontakte werden über Briefe oder Geschenke aufrechterhalten
Der Austausch war das Wichtigste. Er wurde fortgesetzt in Briefen „über Dinge, die sich zuvor nicht auf die Lippen wagten“. Mündlich und schriftlich wurde ein kommunikatives Netz gewoben, das mehrere Jahrzehnte hielt. Zu den „Webfäden“ dieses vibrierenden Netzes gehörten auch kleine Aufmerksamkeiten wie Theaterkarten oder guter Tee, ein Gedicht oder ein Stein für die Sammlung.
Mit unseren heutigen Kurznachrichten vergleichbar waren die „Billets“, unversiegelte Zettelchen. Darin stand etwa berlinerisch „bringen Sie Bücher mit, Liebe, Joethe!“, charmant-ironisch wurde Rahel als „Friedrich DIE Einzige“ bedichtet, oder ein Gast schickte ein Buch von Lessing und einen schönen Kamm, versehen mit dem Kommentar: „beides eigentlich zu platt für jemanden wie Sie …“
Die Korrespondenz war ein fortgesetztes sprachliches Brückenbauen, für Augenhöhe im Gespräch. Der preußische Prinz, der zu Rahel Levin Varnhagen auch deswegen kam, weil er nur dort seine Geliebte aus dem Theater treffen konnte, blieb, um von Rahel selbst sich „ordentliche Dachstubenwahrheiten“ sagen zu lassen. Er nannte sie seine philosophische Hebamme, die ihm half, mit seinen eigenen Gedanken niederzukommen.
Doch nicht jeder räumliche oder zeitliche Abstand ließ sich überbrücken. Die Beteiligten der Salons fanden andere Lebens- oder politische Positionen. Aus der Pariser Perspektive wirkten Berliner Dachstuben vielleicht provinziell, als Minister oder Beamter distanzierten sich nicht wenige Gäste von ihren früheren (jüdischen) Bekanntschaften.
Wilhelm von Humboldt, der in jungen Jahren Henriette Herz in hebräischen Lettern Liebesbriefe geschrieben hatte, nannte sein Engagement für die Emanzipation der Juden zwar „den letzten Funken seiner Pietät“, distanzierte sich aber im Privaten deutlich. Manche Salongäste wurden nach 1811 Mitglieder der antisemitischen Tischgesellschaft, viele lästerten in ihren Briefen über die Juden. Schon während der Blütephase der Salons war der Besuch in einem jüdischen Haus etwas Besonderes, bald wurde daraus das „Andere“.
„Und wenn ich tot bin, sammle alle meine Briefe“
Das Wesentliche der Salons, das Mündliche, die Gespräche, die Blicke, der Witz und der Duft von Tee waren irgendwann verschwunden. Da besonders in Berlin die Gastgeberinnen auch nichts zu ihrem Tun hinterlassen haben, keine Anleitungen oder Erinnerungen, bleiben uns nur Briefe. Und die sind auch nur höchst anteilig überliefert.
Eine Ausnahme ist Rahel Levin Varnhagen, die schon zu Lebzeiten ihre Kommunikation als ihr eigentliches Werk begriff und einer Freundin schrieb: „und wenn ich tot bin, sammle alle meine Briefe – es wird eine Originalgeschichte und poetisch.“ Sie sammelte schließlich selbst, gemeinsam mit ihrem Mann, der nach ihrem Tod eine Auswahl herausgab. Das „Buch des Andenkens“ machte sie postum berühmt.
Generationen nachfolgender Autorinnen fanden sich hierin wieder, in den Herausforderungen, denen sie sich stellten, und in den Fragen an das Leben: „Was ist der Mensch anders als eine Frage?“ Ihre größte Wirkung entfalten die Berliner Salons vielleicht als gelebte Utopie für nachlebende Generationen – bis heute.
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