Anlass ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zur Erschließung und Digitalisierung aller in bayerischen Sammlungen vorhandenen Blockbücher, denn Blockbücher sind sehr fragil und können nur selten gezeigt werden. In den letzten zwei Jahren wurden hochauflösende Farbdigitalisate aller bayerischen Exemplare erstellt und kostenfrei auf der Homepage der Bayerischen Landesbibliothek Online BLO zugänglich gemacht. Es handelt sich um das umfassendste elektronische Angebot zu Blockbüchern weltweit.
Blockbücher dienten vor allem zur Verbreitung von Werken, bei denen Bild und Text eine enge, nahezu untrennbare Verbindung eingingen. Die meisten dieser xylographischen Drucke, wie die „Armenbibel“ oder der „Totentanz“, vermittelten grundlegendes religiöses Wissen oder boten eine Unterweisung in christlicher Lebensführung. Doch manche Blockbücher behandelten auch weltliche Themen und hatten deutsche Texte. So gab es beispielsweise für Pilger Romreiseführer und für Lateinschüler Grammatiklehrbücher, auch Kalender und Werke zur Handlesekunst wurden hergestellt.
Zur Veranschaulichung der Vielfalt der Medientypen in der Umbruchphase des späten 15. Jahrhunderts sind in der Ausstellung neben den 15 Blockbüchern auch noch Handschriften und typographische Drucke der jeweiligen Werke zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.





