Nicht nur sind antike Bronzefiguren äußerst selten, auch die Fundsituation ist eine besondere, da das Wasserbecken Zentrum eines etruskisch-römischen Heilbads war. Kranke suchten hier mithilfe der Götter Heilung durch das Thermalwasser. Bei den Statuen wie auch zahlreichen weiteren kleineren Objekten handelte es sich um Votivgaben. Die Weihegeschenke geben Aufschluss über die verehrten Gottheiten sowie die Anliegen, die Herkunft und den sozialen Hintergrund ihrer Stifter. Da das Thermalbad rund 500 Jahre lang genutzt wurde, lassen sich Heilrituale und religiöse Praktiken über einen langen Zeitraum studieren. In Zukunft sollen die Objekte in einem neuen Museum in San Casciano dei Bagni untergebracht werden – gleich neben der auch heute noch zu Badezwecken genutzten Thermalquelle.
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