Im Jahr 1476 drang dieser in das Territorium der Eidgenossenschaft ein, nahm die Stadt Grandson am Neuenburger See nach kurzer Belagerung ein, erlitt aber in der folgenden Schlacht eine schwere Niederlage. Den Schweizern unter der Führung Berns gelang es, das starke burgundische Heer in die Flucht zu schlagen und 400 Kanonen zu erbeuten. In der Absicht, von Lausanne aus nach Bern vorzustoßen, rückte das neu versammelte Heer Karls des Kühnen im Juni 1476 nach Murten vor, das mit etwa 2 000 Bernern besetzt war. Während Karls Artillerie die Stadt einzunehmen drohte, eilten den Bernern in höchster Not die übrigen Eidgenossen und weitere Verbündete, unter anderem lothringische Reiterei, zu Hilfe. Am 22. Juni kam es zur Schlacht bei Murten zwischen den Kontrahenten, deren Heeresstärke auf je etwa 22 000 bis 24 000 Mann beziffert wird. Am Ende war es ein Überraschungsangriff, der den Schweizern den Sieg brachte und den Mythos ihrer Unbesiegbarkeit nährte.





