Gebhard Leberecht von Blücher wurde am 16. Dezember 1742 in Rostock geboren. Sein Vater war ein verabschiedeter Offizier und bewirtschaftete ein kleines Rittergut. Der junge Blücher trat während des Siebenjährigen Krieges in ein schwedisches Husarenregiment ein, geriet in preußische Gefangenschaft und wechselte zur preußischen Armee, wo er im Husarenregiment von Oberst Wilhelm Sebastian von Belling diente. 1793/94 zeichnete er sich im Feldzug gegen das revolutionäre Frankreich als Kavallerieführer aus, 1794 wurde er Generalmajor.
1805 gehörte Blücher wie Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein und Gerhard von Scharnhorst zur preußischen „Kriegspartei“, die tiefgreifende Reformen und die Beteiligung am Krieg gegen Napoleon forderte. 1806 kämpfte er tapfer, aber glücklos in der Schlacht bei Auerstedt. Nach der Schlacht schlug er sich nach Lübeck durch, musste aber bei Ratekau kapitulieren. Nach dem Krieg wurde Blücher zum Generalgouverneur für Pommern und die Neumark ernannt. Energisch unterstützte er die Militärreformer um Scharnhorst und August Neidhardt von Gneisenau. Auf französisches Verlangen hin wurde er 1811 abgelöst.
Im Frühjahrsfeldzug 1813 befehligte Blücher, mit Scharnhorst als Stabschef, die preußische Feldarmee, die bei Großgörschen ihre Feuerprobe bestand. Im Herbstfeldzug kommandierte er die Schlesische Armee, die zu zwei Dritteln aus russischen Truppen bestand. Am 26. August errang diese Armee den Sieg an der Katzbach. Die Fähigkeiten Blüchers und seines nunmehrigen Generalstabschefs Gneisenau ergänzten einander hervorragend. Der Stratege Gneisenau plante die kühnen Operationen der Armee. Dank der großen Kriegserfahrung Blüchers, seines Blicks für das taktische Detail und seiner Befähigung, die Soldaten zu motivieren, konnten diese Pläne realisiert werden. Seines stürmischen Angriffsgeistes wegen nannten die Soldaten ihren Feldherrn „Marschall Vorwärts“. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 06/2013.
Dr. Gerd Fesser





