Der wohl berühmteste unter ihnen ist der Prunkharnisch für Mann und Ross vom Antwerpener Goldschmied Eliseus Libaerts aus den Jahren 1563/1564 für König Erik XIV. von Schweden. Bekannt ist er auch als „goldene Rüstung“ bzw. „Herkules-Harnisch“. Denn die Verzierungen auf dem Rossharnisch zeigen die Taten des kraftvollen und kühnen Herkules, wie es dem königlichen Ideal jener Zeit entsprach. Im Detail erschließt sich dem Besucher ein wahres Meisterwerk der Goldschmiedekunst von insgesamt 22 Bildmedaillons umgeben von Blattranken, Schmetterlingen, Vögeln und Schlangen. „Es ist uns eine Ehre und zugleich eine Freude, sozusagen unsere ‚Sixtinische Madonna‘ der Rüstkammer erstmals seit ihrem Ankauf im Jahr 1606 außerhalb Dresdens in so einer einzigartigen Gesamtschau zeigen zu können. In diesem Sinne ist die Ausstellung eine Hommage an ein manieristisches Europa, in dem Kunst und Macht eng miteinander verbunden sind“, so Prof. Dr. Dirk Syndram, Direktor der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Die Ausstellung ist bis zum 25. Juni 2011 in Paris zu sehen.





