Angeblich hatte Claudius die Affären der als ausschweifend und intrigant geschilderten Kaiserin stets ignoriert. Aber eine Hochzeit – es hatte ja keine offizielle Scheidung stattgefunden –, das ging zu weit. Eine Verbindung mit einem so einflussreichen Mann bedrohte zudem seine Herrschaft. Die Eheschließung konnte nicht einfach eine Liebesheirat sein; steckte gar ein Mordkomplott dahinter, wie Claudius hinterbracht wurde?
Der Kaiser eilte nach Rom. Silius wurde festgenommen und sogleich zum Tod verurteilt. Die oberste Vestalin versuchte noch, Messalina einen fairen Prozess zu sichern. Tatsächlich schien Claudius einen Gnadenakt zu erwägen, doch seine Freigelassenen ordneten auf eigene Initiative Messalinas Hinrichtung an. Ihre Bildnisse wurden zerstört, und ihr Name wurde aus den Inschriften entfernt.





