Schon kurz nach der „Affäre Muffel“ fasste der fahrende Sänger und Spruchdichter Heinz Uebertwerch das dramatische Ende des einst renommierten Ratsherrn in Versen zusammen – und fällte aus seiner Sicht ein eindeutiges Urteil. „Nu hort ein sach die ist noch neu und gar in kurz geschehen, dabei man kennet falsche treu … ein teil des rats im warn ie gehaß, bei den er in der losung [oberstes Gremium der Ratsherren] saß, das wurd im ungluck machen.“
Uebertwerch wusste auch zu berichten, wer diejenigen gewesen seien, die ein falsches Spiel gespielt hätten: „Der Tucher was sein gut gesell … er ist doch falsch biß in sein haut … Jost Tetzel ist ein biderman, sein tat die tut in rewen … Er hot die schulde ans Muffels tod.“ Seine Ratskollegen Anton Tucher und Jobst Tetzel hätten die Intrige gegen Muffel gesponnen!





