Das Programm gewährt einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der freundschaftlichen Kommunikation und will neben kultureller Bildung auch Medienbildung leisten.
Der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) war mit vielen Schriftstellern seiner Zeit befreundet und versammelte sie in Bildnissen an seinen Wänden. So trug er die größte Porträtgalerie großer Geister des 18. Jahrhunderts zusammen, seinen sogenannten „Freundschaftstempel“. Lessing, Klopstock, Herder, Jean Paul, Anna Louisa Karsch, Elisa von der Recke und viele andere blicken den Besucher an.
„Gleim-net“ erweckt diese Dichterwelt der Aufklärung zum Leben. Schüler und andere Besuchergruppen des Gleimhauses können sich so in die Rolle einer Persönlichkeit aus dem Freundesnetzwerk des Halberstädter Dichters Gleim begeben. Mittels eines Tablet-Computers treten sie innerhalb eines eigens programmierten Netzwerks miteinander in Verbindung und Austausch. Das Programm setzt bei der Alltagswirklichkeit der heutigen Jugend an. Es verbindet die Medien der aktuellen sozialen Kommunikation und die Faszination der Technik mit dem Reiz des Rollenspiels zur interaktiven Vermittlung der Dichter und Denker des Aufklärungszeitalters und der Freundschaftskultur des 18. Jahrhunderts. „Gleim-net“ schafft zudem die Möglichkeit, die eigene Gegenwart als eine historisch gewordene zu reflektieren – und das auf unterhaltsame Weise.





