Die SPD setzte damit ihren Aufstieg im Kaiserreich fort. Seit dem Ende der Sozialistengesetze im Jahr 1890 hatte sie in den anstehenden Wahlen ihren Stimmenanteil fast verdoppelt. Mit Hunderttausenden von Mitgliedern, darunter auch viele Frauen, wurde die SPD zur schlagkräftigsten organisierten Massenpartei Europas. Aber: Der Erste Weltkrieg schuf neue Herausforderungen, dazu war mit der Reichstagswahl von 1912 die SPD-Wählerschaft fast ausgeschöpft. Die blieb die Partei der industriell-gewerblichen Arbeiter. Wählergruppen aus anderen Schichten wie Beamte oder Angestellte konnte sie nicht für sich gewinnen.





