Die ausgestellten Exponate bieten Einblicke in die Welt des Sprachenlernens (für den Aufenthalt in der Fremde) und der Sprachverwendung unterwegs – etwa auf Pilgerreisen, Handelsreisen, Missionierungsreisen und Bildungsreisen. So sind aus den Beständen der Staatsbibliothek Grammatiken und Wörterbücher zum Fremdsprachenerwerb, Wörterlisten und mehrsprachige Dialoge ebenso ausgewählt und kommentiert wie Reiseberichte, in denen von der Tätigkeit der Dolmetscher berichtet wird.
Auf den Straßen des Hoch- und Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit begegneten sich Fernhandelskaufleute, Missionare, Pilger, Ritter, Kreuzfahrer, Handwerker, Söldner und Boten. Diese Reisenden waren auf Sprachkenntnisse angewiesen, sei es, um im eigenen Alltag für Nahrung und Unterkunft zu sorgen, sei es, um Handel zu treiben oder um zu missionieren. Die Verständigung auf Reisen war mit gutem Willen – wie heute – auf vielfältige Weise möglich: Sie konnte gestikulierend gelingen, Reisende konnten sich aber auch durch das Aufschnappen und Erproben einzelner Wörter und Sätze verständlich machen. Kommunikation war zudem durch den Einsatz von Dolmetschern professionell möglich. Und natürlich haben Reisende auch fremde Sprachen gezielt in Sprachschulen und mit Sprachbüchern erlernt, um unterwegs mit Einheimischen oder anderen Reisenden sprechen zu können.
Auf den Spuren von Pilgern, Kaufleuten und Gelehrten entdecken Sie fremde Orte und Sprachen: Beobachten Sie Dolmetscher bei ihren manchmal scheiternden, manchmal eigennützigen Bemühungen um Verständigung, lesen Sie Berichte über Wörter und Sätze in der Fremde, entziffern Sie Einträge in Wörterbüchern und Grammatiken, schmunzeln Sie über Gesprächsszenen zum Sprachenlernen.
Die Ausstellung ist vom 26. November 2011 bis zum 3. März 2012 bei freiem Eintritt zugänglich.





