Mit der Grundsteinlegung demonstrierte das NS-System gegenüber der Automobilindustrie seine Dominanz bei der Produktion des „Kraft durch Freude“-Wagens. Der von Hitler diktierte Preis von 990 Reichsmark war unschlagbar, lag er doch fast 500 Mark unter dem günstigsten Modell der Privatindustrie. Mittels wöchentlicher Spareinlage sollte die „Volksgemeinschaft“ ins automobile Zeitalter katapultiert werden. Bei Licht betrachtet blieb das Auto für einen Industriearbeiter jedoch unerschwinglich. Ferdinand Porsche, von Hitler hochgeschätzt, war als Konstrukteur maßgeblich an der Entwicklung des Wagens beteiligt. Obschon das Volkswagenwerk als modernster Betrieb Europas galt, wurde die Anlage staatlich subventioniert. Das Projekt stand mehrfach kurz vor dem Aus. Dass durch den Kriegsbeginn kaum ein ziviler Wagen ausgeliefert werden konnte, bewahrte die „Deutsche Arbeitsfront“, Trägerin des VW-Werks, vor einem riesigen Verlustgeschäft. Während des Krieges konnte die Rüstungsproduktion des „nationalsozialistischen Vorzeigebetriebs“ nur durch den Einsatz von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen aufrechterhalten werden.





