Der Autor verfolgt den Weg des aus einfachen Verhältnissen stammenden Iosseb Dschughaschwili vom heimischen Geor‧gien nach Moskau und in den Kreml, schildert Elend und Hunger, Schrecken und Terror, die aus seiner Diktatur erwuchsen, sowie Stalins Haltung in Kriegs- und Nachkriegszeit. Es entsteht das Bild eines einfachen, zutiefst misstrauischen Menschen, der Herrschaftssicherung nur als Produkt von Angst denken konnte.
Chlewnjuks Studie basiert auf einem ausgiebigen Quellenstu‧dium, das das vernichtende Urteil des Autors über seinen Protagonisten nachvollziehbar werden lässt. Das sehr lesenswerte Buch empfiehlt sich daher auch als probates Gegenmittel gegen den neuerwachten Stalin-Kult, wie er inzwischen wieder in Putins Russland grassiert.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





